Warum 4 GB RAM auf Linux sich „stärker“ anfühlen kann als 16 GB auf Windows.
Der Grund, warum 4 GB RAM (Random Access Memory: Arbeitsspeicher) auf Linux besser wirken kann als 16 GB auf Windows, liegt hauptsächlich an dem, was vor dem Öffnen einer App läuft.
Beim Booten (Starten des Systems) von Windows starten viele Hintergrunddienste (Background Services: Programme im Hintergrund). Diese decken alle Nutzertypen ab: Updates (Aktualisierungen), Indexing (Indizierung: Erstellung von Suchindizes), Security Scans (Sicherheitsüberprüfungen), Telemetry (Telemetrie: Datenübertragung an den Hersteller), Compatibility Layers (Kompatibilitätsschichten: Hilfen für alte Software) und UI Helpers (UI-Hilfsprogramme; UI: User Interface, Benutzeroberfläche).
Jeder Dienst verbraucht etwas Speicher. Zusammen nehmen sie mehrere Gigabyte ein, während das System im Leerlauf (Idle: ohne Aktivität) ist.
Linux wählt den gegenteiligen Ansatz. Es startet nur das Wesentliche (Essential: Notwendige Komponenten). Alles andere überlässt es dem Nutzer. Kein ständiges Indexing, keine erzwungene Telemetry (Forced Telemetry: Zwang zur Datensammlung), keine Hintergrundhilfen, es sei denn, du aktivierst sie.
Bei gleicher Hardware (Hardware: Physische Komponenten wie Prozessor und Speicher) verbraucht Windows im Ruhezustand einen großen Teil des RAM. Linux hält den Großteil frei für echte Arbeit.
Deshalb fühlt sich Linux auf Maschinen mit wenig RAM (Low-RAM Machines: Geräte mit geringem Arbeitsspeicher) schneller an.