Das Tor-Netzwerk ist ein Anonymisierungsnetzwerk (Tor: The Onion Router). Es leitet Internetverkehr über mehrere Relays (freiwillige Server), um IP-Adressen (Internetadresse) zu verbergen. Jede Schicht verschlüsselt Daten wie Zwiebelschalen. Das schützt vor Überwachung, Zensur und Tracking. Es ist Open-Source (offener Quellcode) und wird von der Tor Project Non-Profit-Organisation betrieben.

Orbot kann den gesamten Verkehr deines WLAN-Hotspots (Wi-Fi-Hotspot: mobiler Internetzugangspunkt, der dein Handy als Router nutzt) über das Tor-Netzwerk leiten. Das macht dein Handy zu einem Tor-Hotspot (Tor-Hotspot: anonymer Zugangspunkt, der Tor für verbundene Geräte bereitstellt). Verbundene Geräte, wie Laptops oder Tablets, nutzen dann Tor automatisch. Ihr Internetverkehr wird anonymisiert, ohne dass sie Orbot oder Tor installieren müssen. Das ist nützlich in unsicheren Netzwerken, z.B. bei Reisen oder Protesten. Risiken: Tor kann langsamer sein durch Mehrfachleitung. Es schützt nicht vor Malware (Schadsoftware) auf Geräten.

So richtest du es ein (detaillierte Schritte für Android-Geräte):

Lade Orbot aus dem Google Play Store oder F-Droid (F-Droid: alternativer App-Store für Open-Source-Apps) herunter. Öffne Orbot und gewähre Berechtigungen für VPN (Virtual Private Network: virtuelles privates Netzwerk). Gehe in die Orbot-Einstellungen (Settings: App-Menü). Aktiviere „Open Proxy on All Interfaces“ (offener Proxy auf allen Schnittstellen: erlaubt externen Zugriff auf den Tor-Proxy über alle Netzwerkschnittstellen deines Handys, nicht nur lokal). Das ermöglicht Hotspot-Geräten, den Tor-Proxy zu nutzen. Ohne das bleibt der Proxy nur intern.

Schalte in Orbot den „VPN Mode“ ein (VPN-Modus: Orbot simuliert ein VPN, um allen App-Verkehr über Tor zu leiten). Das integriert Orbot systemweit. Warte, bis Orbot eine Tor-Verbindung aufbaut (Bootstrap: Initialisierungsprozess, zeigt Fortschritt in Prozent). Das kann Minuten dauern, abhängig von Netzwerkgeschwindigkeit.

Gehe in den Handy-Einstellungen zu Netzwerk & Internet (Network & Internet: Systemeinstellungen für Verbindungen). Tippe auf Erweitert (Advanced: zusätzliche Optionen). Wähle VPN. Aktiviere „Always-on VPN“ (ständig aktives VPN: stellt sicher, dass VPN immer läuft, auch nach Neustart). Aktiviere „Block connections without VPN“ (Verbindungen ohne VPN blockieren: verhindert Internetzugriff, wenn VPN ausfällt, um Lecks zu vermeiden). Das schützt vor unabsichtlicher Datenübertragung ohne Tor.

Gehe zu „Hotspot & Tethering“ (Hotspot und Tethering: Einstellungen für Internetfreigabe via WLAN, USB oder Bluetooth). Aktiviere „Allow clients to use VPNs“ (Clients dürfen VPNs nutzen: erlaubt verbundenen Geräten, das aktive VPN deines Handys zu teilen). Ohne das würde der Hotspot-Verkehr das VPN umgehen. Das ist in neueren Android-Versionen (z.B. Android 12+) verfügbar; bei älteren könnte es fehlen.

Schalte deinen WLAN-Hotspot ein (Wi-Fi-Hotspot: aktiviert den mobilen Zugangspunkt, teilt deine Mobilfunkdaten). Konfiguriere SSID (Netzwerkname) und Passwort für Sicherheit. Verbinde nun andere Geräte mit diesem Hotspot.

Nach der Einrichtung prüft Orbot den Verkehr (Status: zeigt Onion-Icon, wenn aktiv). Der gesamte Internetverkehr der verbundenen Geräte läuft über Tor-Relays. Das verbirgt IPs und verschlüsselt Daten mehrfach. Teste mit Tools wie ipleak.net (Website zur IP-Prüfung). Anonymität: Tor schützt vor Provider-Tracking (Internetanbieter), aber nicht vor End-to-End-Angriffen (z.B. wenn Zielseite kompromittiert ist). Deinstalliere oder deaktiviere bei Bedarf, um Batterie zu sparen (Tor verbraucht mehr Akku durch Verschlüsselung). Für fortgeschrittene Nutzer: Orbot erlaubt Bridges (Brücken: verdeckte Tor-Einstiegspunkte) gegen Zensur.

Schalte deinen WLAN-Hotspot ein.

Nach der Einrichtung läuft der gesamte Internetverkehr der verbundenen Geräte über Tor. Das sorgt für Anonymität, ohne dass die anderen Geräte selbst Tor installieren müssen.